Dezember 23, 2020 Daniel Levitan

iOS14 kommt!

Was du jetzt für deine Website und deinen Shopify Shop tun musst inkl. Schritt-für-Schritt-Anleitung

Apple wird 2021 (wann genau ist noch nicht bekannt) ein iOS14 Update veröffentlichen und damit sehr wahrscheinlich die Tracking-Möglichkeiten für Facebook einschränken.

 

Hintergrund

Apple kündigte auf seiner weltweiten Entwicklerkonferenz Anfang 2020 mehrere neue Datenschutzupdates für iOS an, darunter eine Funktion namens “App Tracking Transparency”, bei der Nutzer sich proaktiv entscheiden müssen, ob ihre Daten gesammelt werden dürfen, anstatt, dass sie die Option haben es abzuwählen. Das Update droht, mehrere Funktionen zur Anzeigenverfolgung in Apps, einschließlich Facebook, zu beschränken. 

Die für 2020 geplante Einführung verschob der iPhone-Hersteller letztlich auf 2021, um Entwicklern mehr Zeit zu geben, ihre Apps an die neuen Regeln anzupassen.

Was sagt Facebook dazu? Klick hier!

 

Die Folgen

🛑  Maximal 8 Conversion Events pro Domain erlaubt (wieviele Conversion Events bei dir aktiv sind, kannst du unter facebook.com/events_manager sehen)

🛑  Reporting-Verzögerung bzw. kein Echtzeit-Reporting (Die Daten kommen im Werbeanzeigenmanager bis zu 3 Tage verzögert rein) 

🛑  Änderungen am Attributionsfenster (statt 28 Day Post Click nur noch 7 Day Post Click möglich) und damit auch kleinere Retargeting Audiences. (War es vorher möglich den Klick eines Käufers bis zu 28 Tage zurückzuverfolgen, wird diese Möglichkeit nun auf 7 Tage reduziert)

🛑  Keine Aufschlüsselungen der Ergebnisse nach Alter, Geschlecht usw. (Es wird wahrscheinlich nicht möglich sein die demografischen Daten deiner Conversions einzusehen)

Für die Nerds unter uns sind hier nochmal alle Auswirkungen von Facebook dokumentiert: Klick mich! 

 

Was jetzt getan werden kann

☑️  Instagram Shopping einrichten (Jetzt wird die Möglichkeit des Trackings innerhalb deines Instagram Shops umso wichtiger für dich. Mehr Informationen dazu bekommst du in unserem Instagram Shopping Leitfaden: adslab.de/marketing-guides/)

☑️  Eigene Domain im Business Manager verifizieren (die Anleitung dazu findest du in unserer Schritt-für-Schritt Anleitung)

☑️  Conversion API einrichten (Die Anleitung zur Einrichtung in Shopify bekommst du weiter unten von uns, wie du es manuell mit dem Google Tag Manager einrichtest, erfährst du hier: developers.google.com/tag-manager/serverside)

 

Domain verifizieren: Schritt-für-Schritt Anleitung

Schritt 1

Wähle in den  Unternehmenseinstellungen den Tab “Brand Safety” und dann in der linken Navigationsliste “Domains” aus.

Schritt 2

Klicke dann auf den Button “Hinzufügen” und gib deine Domain im Popup-Dialogfeld “Domain hinzufügen” ein.

Schritt 3

Du hast dann drei Möglichkeiten deine Domain zu verifizieren:

  • DNS-Verifizierung: Füge einen DNS TXT-Datensatz zu deinem Domain-Host hinzu, um zu bestätigen, dass du Eigentümer der Domain bist. Die meisten Domain-Hosts erlauben dies. Die spezifischen Schritte für den jeweiligen Service können jedoch abweichen. Wenn du Hilfe benötigst, wende dich bitte an das Support-Team deines Domain-Hosts.
  • HTML-Datei-Upload: Lade eine HTML-Bestätigungsdatei auf deine Webseite hoch. Dafür benötigst du Admin-Zugriff auf den Stammordner deiner Webseite. Dadurch wird deine Domain umgehend bestätigt.
  • Metatag-Verifizierung: Setze das Meta-Tag mit dem Bestätigungscode in den Abschnitt <head> der Homepage deiner Website ein.

Schritt 4

Ein Klick auf “Bestätigen” und deine Domain ist verifiziert. Fertig!

 

Optional: Unternehmen verifizieren: Schritt-für-Schritt Anleitung

Schritt 1

Gehe ins Security-Center deines Facebook Business Managers (business.facebook.com/settings/security/) und klicke im Bereich „Unternehmensverifizierung“ auf “Überprüfung starten” bzw. auf “Weiter”, falls du mit der Verifizierung gestartet hast, sie aber noch nicht abgeschlossen hast. 

Schritt 2

Jetzt gibst du deine Unternehmensdetails ein und klickst anschließend auf “Weiter”.

Schritt 3

Nun musst du offizielle Dokumente hochladen, die beweisen, dass dir dieses Unternehmen gehört, bzw. das wirklich der Name deines Unternehmens ist. Unter anderem gelten als offizielle Dokumente:

  • Unternehmenslizenz 
  • Gründungsurkunde oder handelsgerichtliche Eintragung
  • Steuer- oder MwSt.-Registrierungszertifikat

Anschließend klickst du auf “Weiter”.

Schritt 4

Wähle eine Telefonnummer aus dem Dropdown-Menü aus und klicke auf “Weiter”.

Schritt 5

Wähle aus, ob du den Bestätigungscode per SMS an deine geschäftliche Telefonnummer, per Anruf oder per E-Mail erhalten möchtest. Die Option Telefonnummer ist nicht in allen Ländern verfügbar.

Schritt 6

Gib deinen Bestätigungscode ein. Klicke auf Senden. Fertig!

That’s it! Möglicherweise kommt die Bestätigung nicht sofort. Wenn du auf deine Bestätigung warten musst, erhältst du eine Benachrichtigung, sobald die Überprüfung abgeschlossen ist. Du kannst deinen Status auch im Security Center checken.

 

Conversion API in Shopify einrichten: Schritt-für-Schritt Anleitung

Schritt 1

Im Menüpunkt “Vertriebskanäle” wählst du den Punkt “Facebook” und dort den Reiter “Einstellungen”

Schritt 2

Im Menüpunkt “Customer Tracking” wählst du “Maximum” aus und erlaubst so, dass Shopify die Daten direkt von ihrem Server an Facebook überträgt.

 

Conversion API mit WordPress und PixelYourSite einrichten

Alternativ kannst du auch mit PixelYourSite und WorsPress die ConversionAPI einrichten. Das Plugin kann alle automatisch ausgelösten Standardevents direkt an die Server von Facebook senden und umgeht die Einschränkungen des Browsers oder Werbeblocker. Wie das geht, erfährst du hier: www.pixelyoursite.com/documentation/configure-server-side-events

 

Fazit

Das heißt für deine Ads: der ROAS wird sinken! Durch das neue Attributionsfenster und das verzögerte Reporting, kommen die „echten“ Ergebnisse erst teilweise nach drei Tagen in den Werbeanzeigenmanager. Durch die eingeschränkte Retargeting-Möglichkeit wird deinen Facebook Ads weniger Performance zugeschrieben.

 

Wir wissen immer noch nicht alle Details über die Änderungen, aber wir müssen jetzt Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass wir richtig vorbereitet sind. Was wir wissen, ist, dass das Tracking schwieriger wird und Attributionsfenster sich ändern werden. Ads werden aufgrund des Verlusts von „Signalen“ von Usern, die sich vom Tracking abmelden, wahrscheinlich weniger effektiv sein und wir müssen ein Verständnis dafür entwickeln, wie Kunden dich finden und wie wir sie mithilfe von Tools wie E-Mail und z.B. einem Umfragetool nach dem Kauf auf dem Laufenden halten können.

 

Wir im adslab bereiten bereits alles dazu vor und sind definitiv für diese Zeit gewappnet. Diese Änderung heißt nicht, dass Facebook Ads schlechter laufen werden, sie werden nur mehr eine Herausforderung was das Tracking und die Daten angeht. #challengeaccepted